Live!
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 Glaubenstag mit Peter Schneider, 28.09.2009

Wie jeden Monat traf sich Lehrer und Studenten am 28.09. zum Glaubenstag in der Kapelle des Seminars. Daneben waren deren Ehefrauen und Kinder eingeladen und Gastsprecher Peter Schneider zu Besuch.
Dr. Rudolf Fichtner eröffnete den morgendlichen Gottesdienst mit einem Gitarrenstück und lud anschließend zu einem „Tag unter dem Kreuz“, einem Tag in der Gegenwart Gottes, ein. Das Kreuz ist ein Begegnungsort, weil es der Punkt ist, der die verschiedensten Menschen verbindet. Nach der alten Tradition trafen wir uns „im Namen Jesu“. Besondere Betonung fand die Aufforderung einander zu dienen. „Ich kann nicht glauben, dass, wo 100 Leute zusammen sind, Gott keine geistlichen Gaben schenkt!“ So wurde eine Zeit des Gotteslobs und Gebets eröffnet.
Im Anschluss berichteten einige Studenten der ehemaligen Grundstufe von ihrer Missionsreise mit dem AVC in die Masuren, Polen. Eine Woche lang predigten und lobten sie Gott auf der Straße, spielten mit den Kindern und brachten so Kindern und Erwachsenen das Evangelium. Eine Fotopräsentation und Zeugnisse ließen die anderen Studenten an ihren Erlebnissen teilhaben.

Peter Schneider, Missionar in Kamerun und Vorsitzender des ECCLESIA-Verbandes, predigte provokant und mitreißend. Er beobachtet in der Christenheit unserer Zeit einen Mangel an wahrer, göttlicher Kraft in Wort und Tat. Christen suchen Ersatzmittel, um Menschen mit dem Evangelium zu erreichen, weil die Gegenwart Gottes fehlt. Er rief dazu auf, „krank zu sein vor Liebe“, wie die Frau im Hohenlied ihre Gefühle beschreibt. Die Gemeinde in Deutschland ist nicht zu tot, um etwas zu bewegen, es fehlt ihr nur mehr als alles andere die Gegenwart Gottes. Für die erste Gemeinde im römischen Reich waren die Umstände auch keineswegs einfach. Wenn aber Gottes Kraft da ist, spielt alles andere keine Rolle. Der Anschluss an Gott in intensivem Gebet und Zeit für Gottes Wort ist wie eh und je die einzige Lösung für unsere Situation.
Rudolf Fichtner bekräftigte die Botschaft, indem er kurz die Weiterführung des Textes betrachtete: So wird die Frau im Hohenlied gefragt, was denn ihr Geliebter anderen voraus habe. Sie beschreibt dann ausführlich, was sie begeistert, so dass man ihr schließlich sagt: Wir wollen mit dir gehen und ihn auch suchen.

Nach der Mittagspause trafen wir uns zum zweiten Gottesdienst „unter dem Kreuz“. Geprägt war dieser von Geschichten, Anekdoten und zahlreichen Zeugnissen aus dem Leben Peter Schneiders, die er teilweise in seinem Buch „Lahme tanzen unter der Kanzel“ festgehalten hat. Er ließ die Besucher des Glaubenstages teilhaben an seiner eigenen Geschichte mit Jesus. Leidenschaftlich und überzeugend berichtete er von Gottes Kraft in seinem Leben und ermutigte die Zuhörer so, selbst ganze Sache zu machen. Dabei verschwieg er auch nicht Entbehrungen und Leid, die zu einer solchen Aufopferung für das Reich Gottes dazugehören. Menschen, die Gott gebraucht, können aber ganz einfache Menschen sein. Worauf es ankommt, ist, dass sie wagen, für Jesus alles zu tun. Schließlich zeigte er uns Bilder aus seiner Missionstätigkeit in Kamerun.
Annika Sust, SST
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