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Der Glaubenstag hatte es in sich. Bereits während der Lobpreiszeit zu Beginn der Vormittagsveranstaltung redete Gott in drei Bildern eindrücklich zu den Anwesenden. Die Botschaft Jede einzelne Person ist bedeutungsvoll und von Gott dazu berufen, Licht und Leben in die Welt zu bringen. Darauf folgte eine intensive Gebetszeit in kleinen Gruppen, um speziell für die Berufung der Studenten sowie für die Ausbreitung des Evangeliums in Europa ein zustehen.
Der Gastprediger, Andreas Herrmann, nahm die Impulse auf und führte uns in sein Predigtthema: "Die Salbung, nach der du dich sehnst". In weiteren Tagesablauf nahm uns 51-jährige Gemeindeleiter des CZW (Christliches Zentrum Wiesbaden) auf eine Reise in die Dimension des Heiligen Geistes mit.
Eindrücklich berichtete er von vielen Wundern, die Gott durch seinen langjährigen Heilungsdienst gewirkt hat. In ständiger Anbindung an biblische Aussagen lehrte er breit darüber, wie man Menschen in der Kraft des Heiligen Geistes dienen kann. Es gehe darum, die Einheit mit dem Heiligen Geist zu suchen und mit ihm zusammenzuarbeiten. Das Ziel von Geisteswirkungen sei immer die Ehre Gottes, die auch in Ungläubigen Zuschauern hervorgerufen werden solle, so dass Verlorene dem Reich Gottes hinzugefügt werden. Viele plastische Beispiele, und eine leicht verständliche, mit Humor gespickte Sprache, ließen bei den Hörern keine Langeweile aufkommen.
Da blieb kein Auge trocken, wenn er beispielsweise Gottes Fürsorge in Anklang an Israels Wüstenwanderung so beschrieb: "Wenn ihr Hunger habt, ich bin das vollvitaminierte Popkorn, das vom Himmel kommt."
Aber Andreas blieb nicht bei der Theorie stehen. Ganz praktisch demonstrierte er glaubensvoll Gottes Heilungskraft an einigen angeschlagenen Teilnehmern. Nachmittags ließ er uns dann darüber hinaus selbst praktisch tätig werden durch die so genannte Beinverlängerung. An die 15 Personen erlebten am eigenen Leib, wie durch das Gebet von Studienkollegen und einigen Lehrern das kürzere Bein auf die Länge des anderen anwuchs.
Daraufhin sprach der Redner über mögliche Gründe, warum Menschen manchmal nicht geheilt werden und wie man mit dem Frust umgehen sollte sowohl als Kranker als auch als Beter. Bei all der Betonung davon, dass Gott generell immer ein "Ja" zu Heilung hat, behielt Andreas die Spannung des "Schon jetzt und noch nicht" bei. Schuldzuweisungen seien falsch. Auch er habe nicht auf alles Antworten und Erklärungen. Zudem dürften bei aller Glaubenspraxis übernatürlicher Wunder die Medizin und leidvolle Phasen in der Christusnachfolge nicht ins "glaubensschwache Abseits" manövriert werden. So zeigte sich seine Lehre insgesamt als ausgewogen und nüchtern, weckte Interesse nach dem Wirken des Geistes im persönlichen Dienst und regte weitergehende Diskussionen in der Studiengemeinschaft an.
Mit einer Fragerunde schlossen wir die Nachmittagsveranstaltung nach einem eindrücklichen und erlebnisreichen Tag um 16.45 Uhr ab.
Tobias Knierim, OST
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