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Live!

Was ist das?

-Live! ist der Bereich unsere Website, in dem wir Sie in loser Folge über Veranstaltungen/Aktionen auf und um informieren wollen. Sie werden hier Berichte, Fotos und Videos finden, die Ihnen einen Einblick in unseren Alltag und unsere Arbeit geben. Wählen Sie hierzu aus der untenstehenden Liste das entsprechende Event. Ein geöffnetes Event schließen Sie mit dem roten Pfeil links neben dem Titel wieder.

Polenreise 2010


Um 21.00 Uhr startete der Flug von dem heimischen Beröagelände in Erzhausen nach Tarnow (Polen). Die Linie GST 2009/10 sollte die Distanz von ca. 1200 km bewältigen. Zwei Wohnwagen, zwei 9-Sitzer und ein PKW dienten der Klasse mit ihren Lehrern und Übersetzern als Flugmittel. Doch was war eigentlich das Ziel des Ganzen?



Neun Tage sollte die Klasse der polnischen Gemeinde wortstark und tatkräftig unter die Arme greifen. Evangelisation könnte der Nenner lauten. Viele Stunden und Schweißperlen waren im Vorfeld vergossen worden und bestimmten nun unsere Erwartungen und Hoffnungen, aber auch unsere Ängste. Ohne die Sprache zu kennen Menschen von Jesus zu berichten und für eine lebendige Beziehung mit ihm zu begeistern, war unser unbeantwortetes Fragezeichen. In Abhängigkeit zu Gott wissend, konnten wir unsere individuellen Gaben und Talente einsetzen. Hochwertige und fröhliche Livemusik, treffsichere und herausfordernde Theaterstücke, vielseitige Kinderspiel- und Sportangebote sowie Graffitisprühdosen sollten zum Einsatz kommen und den Menschen, auf abwechslungsreiche Art und Weise, die Liebe Gottes näher bringen.
Vor Ort diente der Freitag unser Erholung, nachdem wir erst gegen 17.00 Uhr gelandet waren. Frühmorgens starteten wir am Samstag mit dem Ziel, die Slowakei zu erreichen. An einen Markplatz in Bardejov bauten wir unsere Materialien auf. Viele Kinder kamen durch Kinderschminken, Dosenwerfen, Schwungtuch und Ballspiele auf ihre Kosten, während Livemusik begleitend und einladend wirken sollte. Ein Graffiti das zeitgleich gesprüht wurde, sollte auf den evangelistischen Abend hinweisen, bei dem wir von einer slowakischen Gruppe Unterstützung erhielten.



Sonntags nach dem Gottesdienst mit zwei polnischen Gemeinden konnten wir während dem gemeinsamen Essen, Spielen, Fußballschauen und Grillen die ersten Leute vor Ort kennen lernen. Am Ende des Tages schloss sich der Feedbackrunde eine spontane Gebets- und Segnungszeit an. Diese Zeit bildete ein Höhepunkt in unserer Klassengemeinschaft. Gott schenkte uns eine tiefe Einheit und begegnete dem Einzelnen gleichzeitig ganz individuell. Es war unsere persönliche Zurüstung, damit wir in den folgenden Tagen dienen konnten.
Während wir uns am Montag sozial aktiv mit den Bänken im Park begnügten, sie bürsteten, schliffen, säuberten und anstrichen, konnten wir uns von Dienstag bis Samstag den Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen widmen. An jenen Tagen stellten wir Gott einerseits unsere natürlichen Fähigkeiten zur Verfügung, mit der Erwartung, dass er geistliche Auswirkungen daraus bringt und andererseits boten wir Theaterstücke und Lebensberichte.



Trampolinspringen, Dosen- und nasse Schwämme auf „Ausländer“ werfen, Kinderschminken, Luftballontiere, Bastelangebote, Basketball und Schwungtuch waren die Angebote speziell für die Kinder, welche die Liebe Gottes erleben und anhand eines Evangeliumswürfels die Frohe Botschaft hören sollten. Erweitert wurde dies alles durch polnische Kinderlieder und Puppentheater von der uns unterstützenden Jugendgruppe Generatja T, die eine Vereinigung von Christen aus ganz Polen ist, die in den Ferien an verschiedenen Orten evangelisieren.
Gleichzeitig richteten wir uns speziell mit Musik, Lebensberichte, Kurzpredigten und Theater, aber auch einem Tanz an die Jugendlichen und Erwachsenen. Gott bewegte die Menschen. Fünf von ihnen bekehrten sich, ein Mann und mehrere Kinder aus der Slowakei besuchten den Gottesdienst, zu dem sie eingeladen wurden. Einzelnen Kranken, für die gebetet wurde, ging es danach besser. Für die Mutter eines Jungen wurde gebetet und sie konnte am nächsten Tag kommen, was zuvor wegen ihrer Krankheit ausgeschlossen war. Sie erkannte die Liebe und Einheit, welche wir ausgestrahlt haben.



Vieles könnte zu den einzelnen Einsätzen geschrieben werden. Der Abend im Park mit den betrunkenen Jugendlichen, mit denen wir sowohl tanzten, als auch ihnen von Jesus erzählten. Das polnische HipHop-Konzert mit anschließenden Theaterstücken, Zeugnissen, Tänzen und einer Diskussionsrunde, treten hinter der Einheit, die wir mit unseren polnischen Geschwistern erleben durften, zurück. Gekrönt durch ein gemeinsames Übernachten von uns und Generatja T von Freitag auf Samstag und morgendliche Anbetungs- und Segnungszeit sahen wir die anfängliche Klasseneinheit auf die gesamte Gruppe übertragen. Wir durften erfahren, wie dem dortigen Jugendleiter prophetische Worte zugesprochen wurden, wie er anfing in neuen Sprachen zu beten und in der Gegenwart Gottes zu weinen begann. Auch seine Frau war zu Tränen gerührt. Für ihn war es das erste Mal seit Jahren.



Einheit in der Vielfältigkeit, veränderte Perspektiven und Herzen, gemeinsames Dienen in der Unterschiedlichkeit, Ausharren das Gott belohnt, Gottes Stärke in unserer Schwachheit, Standhaftigkeit in geistlichen Anfechtungen, Liebe statt Perfektion, all das sind Dinge, die Gott in unsere Herzen schrieb, wo Gott durch unseren Einsatz an uns gearbeitet hat. Unser Horizont wurde erweitert und unsere Sehnsucht für die Menschen gestärkt.

Sehr gefreut hat uns das Ansinnen des Jugendleiters, uns wieder einzuladen. Nach seiner anfänglichen Verschlossenheit ist ein herzlicher Kontakt entstanden, sodass wir alle den allzu bald erfolgten Rückflug bedauerten.




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